Forstausschusssitzung 2020

 

Am Freitag, den 13.11.2020 fand eine Sitzung des Umwelt-und Verkehrsausschusses mit dem Schwerpunkt Forst statt. Bei der vorangestellten Begehung berichtete Umweltsamtleiterin Christina Hock über den aktuellen Zustand des Waldes und zeigte anhand von Beispielen, wie die Gemeinde versucht, ihr forstwirtschaftliches Konzept anzupassen. 

 

 

Im Unterwald an der „Judenzippe“ unweit der B469 wurde im Spätherbst 2019 ein von Borkenkäfern und Trockenheit geplagtes Waldstück von ca. 0,9 ha gerodet, gemulcht und anschließend mit Hilfe von Selbstwerbern mit eigener Roteichensaat aus Großostheim neu angelegt. Die Eichen sind trotz des trockenen Sommers gut angewachsen. Dennoch bedarf die Fläche eines nicht zu unterschätzenden Pflegeaufwands, um zu vermeiden, dass die Sprösslinge von Brombeeren und spätblühender Traubenkirsche einfach überwuchert werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Mühe nicht vergebens war, wenn beim Umbau der Bundesstraße B469 eine nicht unerhebliche Fläche des angrenzenden Waldes weichen muss, und die umliegenden Flächen als Materiallager in Anspruch genommen werden. 

 

 

Im Gottfriedswald in Wenigumstadt wurden ebenfalls wiederaufgeforstete Käferschadflächen vorgestellt. Am „Ameisenloch“ wurde eine Fläche von ca. 0,33 ha mit etwa 650 Douglasien angelegt. Diese kamen als Containerpflanzen daher und hatten so größere Chancen auch im trockenen Sommer gut anzuwachsen. Bis auf ein paar kleinere Verbisschäden durch Rehe konnte man sehen, dass diese Methode sich hier auf jeden Fall bewährt hat. 

 

Nur einige Meter weiter zeigte sich leider ein völlig anderes Bild. Hier wurde im Frühjahr eine kleine Fläche mit Esskastanien bepflanzt. Eine Mischung aus starker Trockenheit und Wildverbiss nahm dem Großteil der jungen Pflanzen jede Möglichkeit sich zu beweisen. Dieser Baumart prognostizierte man an diesem Standort eigentlich ein gutes Wachstum, allerdings brauchen Sie wohl etwas Starhilfe in Form von Bewässerung und unter Umständen auch einen Schutz vor Wild in den ersten Jahren. Im nächsten Jahr sollen die entstanden Lücken mit neuen Setzlingen geschlossen werden und ein Teil davon zur Probe mit einem Wildzaun versehen werden. 

 

Ein Punkt der in der anschließenden Sitzung intensiv diskutiert wurde, war der Unterhalt der Waldwege.

Geschotterte Wege für die Forstarbeit sind mittlerweile ein normales Bild in den Wäldern. Dennoch gibt es hier enorme Unterschiede. Wege die teilweise mit sehr grobem Material geschottert sind, sind für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen kaum nutzbar. Wie so vieles, ist das natürlich am Ende wieder eine Kostenfrage. Anders als im benachbarten Hessen, wird der Unterhalt nicht subventioniert und es gibt bei uns auch keine Richtlinie, wie ein Waldweg auszusehen hat. Anhand von einem Wegeplan sollen die Verbindungen im Wald nun nach Wichtigkeit bzw. Nutzungsfrequenz bewertet werden, und dementsprechend das Material für den Unterhalt angepasst werden. Hierbei bleibt allerdings fraglich, ob die damit angezielten „Premiumwege“ auch wirklich so gut für den Wald sind oder ob es für die Tiere, die den Wald bewohnen und Menschen, die ihn besuchen, nicht „Premium“ wäre auf naturnahe Waldwege zu treffen, anstatt auf Autobahnen. Es ist keine Frage, dass das Bewirtschaften des Waldes immer mehrere Interessenskonflikte mit sich bringt und natürlich muss es auch möglich sein mit dem Rad die wichtigsten Verbindungswege fahren zu können. Allerdings sollte gerade aus den Erfahrungen der letzten Jahre ein Umdenken stattfinden, das nicht nur die Wirtschaftlichkeit und die Bedürfnisse der Menschen in den Vordergrund stellt.

 

Bei dem Ausblick auf den Forstbetrieb in 2021 wurde das dann auch nochmal deutlich. Faktoren wie die immer stärker werdenden Stürme, andauernde Trockenheit und die damit verbundene Käferproblematik können wir ohnehin nicht beeinflussen. Der Schwerpunkt in der forstwirtschaftlichen Arbeit sollte daher sicher viel mehr in der Pflege und im Erhalt des Waldes liegen. Die Holzpreise gerade für Nadelholz sind ohnehin im Keller und wir sollten den Wald den wir noch haben versuchen - auch für nachfolgende Generationen - zu schützen.

 

 


 

 

Mitgliederversammlung 2020

 


 

 

Die diesjährige Mitgliederversammlung der Wählergruppierung Unabhängige Bürger Bachgau wurde nach Lockerung der Corona bedingten Einschränkungen und einer Urlaubs- und Sommerpause im September durchgeführt. Im mit Mitgliedern und Gästen gut besetzten Bürgersaal des Mehrgenerationenhauses in Ringheim, ließ die Sitzungsleiterin Brigitta Maurer die Aktivitäten aus dem Geschäftsjahr 2019 noch einmal Revue passieren. 

 

Die Teilnahme an der „Aktion sauberer Landkreis“ habe mittlerweile schon Tradition. Neben dem Nutzen für die Umwelt brachte sie zudem Geld in die Kasse, da alle Mitglieder den Erlös gespendet hatten. Ein weiteres Highlight in 2019 war die Teilnahme am Festumzug beim Bachgaufest. Der „Schnapswagen“- eine mit viel Herzblut und Zeit auf einen Anhänger montierteSchnapsbrennerei von 1920 - stieß sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Zuschauern auf viel Begeisterung. Weiter wurde über die Themen der zahlreichen Artikel im Bachgau-Boten, die Teilnahme an Sitzungen des Gemeinderats, Leserbriefe, die Teilnahme an Gerichtsverhandlungen und die Vorbereitungen zur Kommunalwahl 2020 berichtet.

 

Günter Müller informierte über die von den UB-Bachgau beantragten Akteneinsichten zu den Planungen der Firma Höfling Erbau GmbH. Er gab einen detaillierten Überblick über die beteiligten gerichtlichen Instanzen, die verschiedenen Verfahrensschritte und den aktuellen Stand der Klageschriften. 

 

Die Entwicklung des Kassenstands im Jahr 2019 hat ein geringfügiges Minus ergeben, da die Spendeneinnahmen nicht alle Ausgaben abdeckten. Die Prüfung der beiden Kassenprüfer Hans Klöfkorn und Ingo Elste führte zu keinen Beanstandungen, so dass der Vorstand in allen Punkten einstimmig entlastet werden konnte. 

 

Kirsten Klabunde und Detlef Maurer berichteten ausführlich aus dem Gemeinderat und betonten noch einmal wie wichtig es ist, dass die UB-Bachgau ab Mai 2020 mit zwei Personen im Gemeinderat vertreten ist und somit eine eigene Fraktion bilden kann.  

 

Die beiden amtierenden Vorstandsmitglieder, Günter Müller (1. Vorsitzender) und Barbara Büttner, (Stellvertreterin) stellten sich nicht mehr als Kandidierende für die alle zwei Jahre anstehenden Neuwahlen zur Verfügung. Brigitta Maurer bedankte sich im Namen der Mitglieder für das außerordentliche Engagement und den überproportionalen Arbeitseinsatz, den beide seit Vereinsgründung Ende 2013 für die unabhängigen Bürger geleistet haben. 

Einstimmig neu in den Vorstand gewählt wurde Kirsten Klabunde als 1. Vorsitzende und Simone Edlich als Stellvertreterin. Brigitta Maurer wurde im Amt als Schriftführerin und Kassiererin bestätigt. 



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